05.10. Zu Fuß im Busch

Heute müssen wir wieder früh aufstehen. Nach einem kurzen Imbiss mit Kaffee und Muffins geht es wieder in den Busch, dieses Mal aber zu Fuß!

Das ist eine ganz neue Erfahrung, durften wir doch im Krüger Nationalpark die Fahrzeuge nicht verlassen. Wir bleiben im sicheren Bereich, wo sich kein Großwild aufhält. Es also (leider) gar nicht gefährlich. Aber es ist sehr interessant. Wir laufen wieder mit Senzo, und er macht uns auf viele Dinge aufmerksam, die wir sonst nicht wahrgenommen hätten.

Wir lernen, einige Spuren zu lesen, wir lernen Pflanzen kennen, erfahren etwas über Nützlichkeit und Giftigkeit. Was bei Menschen schwerste Durchfälle auslöst, dient Tieren für die Darmgesundheit. Wir erfahren etwas über Mythen und Tales der Buschmänner, und wir sehen ein paar Impalas und hören viele Vögel.

Ein tolles Gefühl, in die aufgehende Sonne hineinzulaufen und ein fantastischer Start in den Tag.

Nach dem Frühstück verlassen wir den Hlane Nationalpark und fahren zurück nach Südafrika.

Das Bayala Game Resort, in dem wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden, ist sehr schön. Die Hütten sind um einen Pool herum angeordnet, und alles macht einen angenehmen und friedlichen Eindruck, auch wenn man in der Nacht schon mal die Löwen brüllen hört.

Am Nachmittag erwartet uns ein weiteres Highlight, nämlich eine Pirsch zu Fluß durch ein Gebiet mit Big Game – Großwild.

Eigentlich werden diese Touren nicht mehr angeboten, weil sie doch recht gefährlich sind. Aber weil wir so eine kleine Gruppe sind, machen sie eine Ausnahme. Wir laufen mit zwei bewaffneten Rangern, Dave und Sam, und wir bekommen genaue Instruktionen.

Wir müssen hintereinander laufen und dürfen keine großen Abstände zum Vordermann zulassen. Wir dürfen nicht sprechen. Wenn wir etwas wollen, sollen wir mit den Fingern schnipsen, und es gibt verschiedene Handzeichen der Ranger, auf die wir umgehend reagieren müssen – spannend.

Es ist wunderbar, so durch den Busch zu laufen, auch wenn Dave und Sam uns tunlichst auf Abstand zu den großen Tieren halten. Als wir kurz vor uns ein Nashorn mit einem Jungen sehen, müssen wir uns sofort zurückziehen, und als hinter uns ein Elefant auftaucht, müssen wir schneller werden. Die Tiere dürfen in uns auf keinen Fall eine Bedrohung sehen. Es bleibt spannend, auch wenn ich mir der tatsächlichen Gefahr meist gar nicht bewußt bin.

 

Zurück am Jeep gibt es eine Runde Bier für alle, und dann geht es wieder heim.

Fast hätte ich ja das großartigste Erlebnis auf der Fahrt zu unserer Wanderung unterschlagen, aber hier sind die Fotos von einer Gepardin (Cheeta) mit ihren zwei Jungen. Atemberaubend!

Das Abendessen verläuft etwas unruhig. Das Restaurant ist nicht besonders groß, und außer uns ist noch eine andere, nicht besonders leise Gruppe vor Ort.

 

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