Tokyo – Abschied und Urlaubsende

Heute steht nur die Heimreise auf dem Programm. Mit einem Taxi fahren wir zum Flughafen Narita, und gegen 12.30 Uhr starten wir Richtung Moskau. Der Flug wird etwa 9,5 Stunden dauern.

Wir fliegen gegen die Zeit, und sind daher schon um kurz nach 15.00 Uhr Ortszeit in Moskau. Um 19.35 Uhr geht es dann weiter auf die letzte Etappe nach Berlin.

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Der alte Traum ist tatsächlich wahr geworden. Wir sind mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok gefahren und von dort aus mit der Fähre weiter nach Japan.

Manchmal ist ja besser, wenn langgehegte Träume sich nicht erfüllen, weil das oftmals mit Enttäuschung einhergeht. Aber in diesem Fall war es genau richtig, dass wir uns diesen Traum erfüllt haben. Es war ein einmaliges Erlebnis mit unendlich vielen Eindrücken, und wir haben das Gefühl, viel länger als nur drei Wochen unterwegs gewesen zu sein.

Wir haben jede Minute dieser Reise genossen!

Tokyo – Tag 3 – Entdeckungen auf eigene Faust

Heute haben wir „frei“, ein Tag ohne Guide. Wir lösen auch unsere Vierergruppe auf und gehen getrennte Wege. Eva und Norbert wollen zum Skytree, dem höchsten Gebäude Tokyos (weltweit das zweithöchste). Ulrich und ich gehen zum Tokyotower, dem alten Wahrzeichen Tokyos, das dem Eiffelturm in Paris nachempfunden ist, dessen Dimensionen aber noch überschreitet.

Ganz in der Nähe unseres Hotels kommen wir am Schrein mit den Glücksstufen vorbei. In der Edo-Zeit war hier ein Samurai die Stufen rauf und runter geritten und hatte danach nur noch Glück im Leben. Klar, dass es seitdem Glück bringt, über die Stufen zu laufen.

Wir laufen übrigens zum Tokyo Tower, er ist nicht so weit entfernt.

 

Nicht weit entfernt ist der Zōjō-ji Tempel, der bekannt ist durch seine Shogun-Tokugawa Grabanlagen und seine schönen Bauten. Der Tempel liegt in einer weitläufigen Anlage, und neben vielen buddhistischen Gebäuden gehört natürlich auch wieder ein Shinto-Schrein dazu.

 

Besonders anrührend sind die hunderte, vielleicht sogar tausende von Jizō Statuen, die Wächter der Kinder mit ihren roten Mützen, Lätzchen und Windmühlen. Sie stehen für das sichere Aufwachsen von Kindern, aber auch für verstorbene Kinder. Die Mützen und Lätzchen sollen die Kleinen beschützen und warm halten.

Dann aber geht zurück in die moderne Welt. Im Stadtteil Ginza stürzen wir uns in die glitzernde Shoppingwelt. Die Hauptstraße ist an diesem Samstag zur Fußgängerzone umgewandelt, ….

 

…. und besonders im Ginza Six erleben wir eine Konzentration von Luxusläden, wie wir sie sonst noch nirgendwo auf der Welt gesehen haben. Diese Fülle von Luxuswaren ist unbeschreiblich.

Allein die Bücherabteilung ist so groß wie bei uns ganze Kaufhäuser …

… und auf dem Dach gibt es einen weitläufigen Garten, in dem auch der Shintoschrein wieder nicht fehlen darf.

Zum Abendessen sind wir dann wieder zu viert. Es ist unser letzter Abend in Tokyo. Morgen fliegen wir heim. Es gestaltet sich etwas schwierig, ein passendes Lokal zu finden, aber letzten Endes ist es uns doch gelungen.

 

Tokyo – Tag 2 – nachmittags

Auf dem Programm steht jetzt der Sensoji Tempel. Er ist Tokyos ältester und bedeutendster Tempel. Trotz des Regens sind wir sehr beeindruckt. Bei den Menschenmassen ist nicht zu unterscheiden, wer Tourist ist und wer zum Beten hergekommen ist. Es sind auch Paare in Hochzeitskleidung hier oder andere, die sich mit ihrem Baby am Tempel fotografieren lassen.

Der Weg zum Tempel führt über die Nakamise Dori, eine Straße, von einer endlosen Anzahl von kleinen Geschäften gesäumt ist, die Kunsthandwerk, Souvenirs und Snacks verkaufen.

Den Abschluss der Besichtigungstour bildet ein Bummel durch Akihabara, dem Zentrum der Manga- und Anime-Kultur. Auf den Straßen werben entsprechend verkleidete Jugendliche für die Geschäfte, und in den Läden findet man alles, was mit Manga & Anime zu tun hat, eine Welt, die sich uns nicht in all ihren Dimensionen erschließt.

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Selbst nach dem Abendessen hat es immer noch nicht aufgehört zu regnen.

 

Tokyo – Die Regenzeit hat begonnen! Tag 2 – vormittags

Ab dem Vormittag regnet es heute ununterbrochen. Aber wir lassen uns davon nicht beeindrucken – wie die Einheimischen übrigens auch nicht. Wir leihen uns im Hotel Schirme, und um 9.00 Uhr morgens geht es los. Mit Toshi, unserem Guide, fahren wir mit der U-Bahn zum Meiji-jingū, einem zentralen Heligtum im Stadtteil Shibuya, in dem der Meiji-tennō verehrt wird.

Rituelles Händewaschen am Eingang zum Schrein.

Es Holztäfelchen mit Wünschen für die Zukunft im Schrein aufgehängt.

Durch die Omotesando, eine prachtvolle Straße, die als Zugang zum Meiji-Schrein konstruiert wurde, gehen wir langsam zur nächsten U-Bahn-Station.

Wir fahren zur Shibuya Station zu einer großen Kreuzung, wo der Legende nach ein Hund 5 Jahre lang die Straßen überquert hat auf der Suche nach seinem verstorbenen Herrn.

 

 

Tokyo – Tag 1

Als mittlerweile schon erfahrene Japanreisende sind wir mehr und mehr auf uns allein gestellt. Nachdem wir es bisher jeden Abend mit Bravour geschafft haben, ein nettes Restaurant zu finden, wartet heute die nächste Herausforderung auf uns: Wir müssen allein zum Bahnhof und dort den richtigen Zug und die reservierten Plätze finden. Auch das gelingt ohne Probleme. Es ist gar nicht so schwer, sich in Japan zurecht zu finden – zumindest in den großen Städten.

Am Bahnhof in Tokyo werden wir allerdings von unserem örtlichen Guide abgeholt, und mit dem Bus fahren wir ins Hotel.

Am Nachmittag haben wir wieder „Freizeit“. Wir fahren zum Kaiserpalast, der mitten in der Stadt liegt. In dem großen Gelände kann man ihn allerdings nur von Weitem erahnen. Näher heran kommt man nicht.

Danach lassen wir uns treiben und die Stadt auf uns einwirken. Es ist einfach fantastisch!

Wir sind in Ginza, dem Shoppingviertel. Die Dichte der teuren Markengeschäfte hier ist sicher einmalig, da kommen auch New York und Paris nicht mit. Wir können nur immer wieder staunen.

Den Abend beschließen wir in einem Pub. Das mag zwar nicht stilecht erscheinen, aber dieses Lokal wird in erster Linie von Einheimischen frequentiert, die offensichtlich nach der Arbeit hier noch einen Imbiss bzw. einen Drink nehmen.

Zu unserem Hotel sind es von hier aus nur noch ca. 15 Minuten zu laufen.

 

Osaka …

… vermittelt uns eindrucksvoll, wie eine japanische Großstadt tickt.

In der Altstadt taucht man ein in ein buntes, lautes und quirliges Straßenbild. Als „gemeiner“ Mitteleuropäer ist man nahezu hilflos dieser Flut von Eindrücken ausgeliefertj

 

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Das neue Zentrum von Osaka ist stylisch und Hypermodern.

Im Umeda Sky Building gibt es im 40. Stockwerk eine Aussichtsplattform, das Floating Garden Observatory. Wo der Name herkommt, wissen wir nicht. Einen Garten gibt es dort auf jeden Fall nicht.

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Der Kaiserpalast von Kyoto

Der Kaiserpalast von Kyoto diente der kaiserlichen Familie bis zur Verlegung der Hauptstadt nach Tokyo 1869 als Wohnsitz. Im kaiserlichen Garten (Kyoto Gyoen-Park) liegen, von einem überdachten Erdwall umgeben, die Palasthalle („Seiryō-den“) und der Kleine Palast („Kogosho“). Man kann die Anlage besichtigen, darf aber die Gebäude nicht betreten. Diese sind nur an fünf Tagen im Frühling und Herbst für die allgemeine Öffentlichkeit geöffnet.

 

Nara

Nara war im 8. Jahrhundert die Hauptstadt Japans. Aus dieser Zeit stammen die meisten der großen Tempelanlagen. Nara gehört mit zu den bedeutendsten touristischen Zielen in Japan. Mehrere Tempel, Schreine und Ruinen in und um Nara sind Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Wir müssen mit dem Zug fahren, um dorthin zu kommen.

Vormittags besuchen wir den Horyuji Tempel, einen der ältesten in Japan. Er wurde von Prinz Shotoku gegründet, der den Buddhismus in Japan eingeführt haben soll. Die Haupthalle, die fünfstöckige Pagode und das Haupttor im Saiin Garan (westlicher Bezirk) der Tempelanlage stammen aus dem 7. Jahrhundert und sind damit die ältesten noch erhaltenen Holzbauwerke der Welt.

Die Sehenswürdigkeiten in Nara teilen wir mit vielen, vielen, vielen Schülerinnen und Schülern. Alle Schulen in Japan haben offensichtlich Exkursionswochen.

Ulrich kauft ein „Tempelbuch“. Man kann sich in jedem Tempel etwas hineinschreiben lassen.

Zum Mittagessen gibt es Nudeln, grünen Tee und Sesameis.

Der wohl berühmteste Tempel in Nara ist der Tōdai-ji mit der weltweit größten bronzenen Buddhastatue. Noch berühmter sind aber vielleicht die ca. 1200 Sika-Hirsche, die mehr oder weniger wild im Narapark leben und die Besucher belästigen. Das Wahrzeichen von Nara ist eine Comic-Hirschfigur.

Auch hier gibt es einen Eintrag ins Tempelbuch.

Und zum Abschluss des Tages schauen uns vom Kyototower aus die Stadt von oben an. Auf dem Foto sieht man links den Tempel, der gegenüber von unserem Hotel liegt.

 

 

Himeji

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber die Fotos von der weißen Burg in Himeiji will ich nicht vorenthalten.

Die Burg gilt als schönstes Beispiel japanischen Burgenbaus, 1993 wurde sie zusammen mit dem Tōdai-ji Tempel als erste japanische Sehenswürdigkeiten in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

 


Lunch im nahegelegenen Garten.

 

 

Kyoto

Am Sonntag sind wir in Kyoto angekommen.

Wir sind hier übrigens vorwiegend mit der Eisenbahn unterwegs, überwiegend mit dem Shinkansen, dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug, aber auch mit Vorortzügen und Bussen.

In Kyoto haben wir die Chance, ein Stück des alten Japan kennenzulernen. Die Stadt wurde im zweiten Weltkrieg verschont, daher sind große Teile der Altstadt erhalten und mittlerweile auch restauriert. Hier liegt auch Gion, das Zentrum der Geisha-Kultur. Auf den Straßen ist davon leider nicht viel zu bemerken. Sie sind überfüllt von Touristen, von denen sich nicht wenige Geisha-Kostüme geliehen haben und damit durch die Straßen flanieren. Die echten Geishas scheuen gerade wegen dieser vielen Touristen, die stets ihre Kameras schussbereit haben, die öffentlichen Straßen.

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In Kyoto sind viele Tempel und Schreine angesiedelt, und wir können sehr eindrucksvoll sehen, wie Buddhismus und Shintoismus sich in einer sich gegenseitig akzeptierenden Symbiose zusammen entwickelt haben. In fast jedem buddhistischen Tempel befindet sich auch ein Shinto-Schrein, der die Tempelanlage schützt.

Wir spüren auch einen Hauch der spirituellen Atmosphäre, die die religiöse Einstellung der Japaner prägt. Tempel und Gärten laden ein zum Innehalten, zum Ruhen, zum Meditieren.

Auch wenn dies im modernen Japan nicht mehr vordergründig ist, so scheint es doch die Grundhaltung hier zu prägen. Wir erleben aufmerksame, zugewandte und freundliche Menschen.

Zurück in der Neuzeit haben wir unseren Lunch in einem Sushi-Lokal, in dem die Speisen auf einem Band an uns vorbeifahren. Man nimmt sich, was man möchte, bezahlt wird anhand der Anzahl der leeren Teller, die übrig bleiben. Teebeutel mit grünem Tee stehen bereit, das heiße Wasser zapft man aus einem Hahn am Tisch.

Gestern Abend haben wir übrigens das berühmte japanische Waygu-Rindfleisch gegessen.

Es ist sehr heiß hier, die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch, und das lange Umherlaufen ist anstrengend. Zurück im Hotel nutzen wir zum Entspannen daher das traditionelle japanische Bad. Nachdem man sich gereinigt hat, kann man im heißen Wasser entspannen, ordentlich getrennt nach Männern und Frauen.

Gegenüber von unserem Hotel …

… befindet sich ein großer buddhistischer Tempel, Higashi Honganji. Frühmorgens kann man dort der Dharma-Lesung zuhören.