Hiroshima

Hiroshima, eine Stadt, die vor fast 75 Jahren durch den Abwurf der ersten Atombombe völlig zerstört wurde, eine Stadt, die durch diesen Bombenabwurf insgesamt ca. 340.000 Opfer zu beklagen hat, strahlt heute wieder Optimismus aus und wirkt zukunftsorientiert. Die Stadt hat mit ihrer schrecklichen Vergangenheit abgeschlossen, aber nicht, weil sie die Vergangenheit vergessen hat, sondern weil sie diese sehr berührend und würdevoll als Mahnmal für die Zukunft bewahrt …

… das Gerippe der ehemaligen Industrie- und Handelskammer – der jetzt sogenannte Atombombendom – befand sich ganz nah am Hypozentrum, dem Punkt null, an dem die Atombombe am 06. August 1945 um 08.15 Uhr in ca. 600 Meter Höhe explodierte. Er gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO …

… genauso wie der Friedenspark, in dem mehrere Mahnmale an die Opfer erinnern, sei es Kenzo Tanges Zentotaph, in dem die Namen aller Opfer verzeichnet sind, …

… sei es die Friedensflamme, die erst dann erlöschen soll, wenn es keine Atomwaffen auf der Welt mehr gibt, …

… sei es die Friedensglocke oder der Hügel, der aus der Asche der unidentifizierten Opfer aufgeschüttet wurde … alles ist sehr berührend. Ganz besonders ans Herz geht aber das Kinder-Friedensdenkmal. Es zeigt ein Mädchen, das in ihren ausgestreckten Armen einen Kranich hält. Es geht zurück auf die Geschichte eines kleinen Mädchens, das in der Hoffnung auf Heilung 1000 Papierkraniche gefaltet hat. Das Mädchen wurde nicht geheilt, aber der Kranich wurde zum Symbol für Glück und ein langes Leben. Seitdem falten insbesondere Schulkinder in Japan Kraniche und legen sie im Rahmen einer ergreifenden Zeremonie beim Mahnmal ab. Wir konnten ihnen dabei zuschauen.

Auch wir haben mit mehr oder weniger Geschick Kraniche gefaltet und sie dort niedergelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das andere Hiroshima ist jung, modern, dynamisch mit dem Blick nach vorn.

Und trotzdem finden wir ein (zumindest in unseren Augen) ganz traditionelles Restaurant für das Abendessen. Wir müssen unsere Schuhe ausziehen, und wir müssen auch etwas klettern, um unsere Beine in der Vertiefung unter dem niedrigen Tisch unterzubringen … aber wenn man erst einmal sitzt, ist es ganz bequem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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