Abstecher in den Westen – der Kasteeltuinen in Arcen

Kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze liegt Arcen, ein idyllisches Örtchen an der Maas (übrigens unser erster Auslandsaufenthalt seit dem Ausbruch von Covid 19 😷). Bekannt ist der Ort für sein Kastell mit einem sehenswerten Garten, dem Kasteeltuinen.
Anmelden musste man sich wegen der Pandemie online, und wir hatten ein bestimmtes Zeitfenster für den Eintritt. Ansonsten gab es keine Einschränkungen, Masken haben wir kaum welche gesehen, und auch Abstandsregeln wurden nicht beachtet. Aber wir waren ja draußen, also alles halb so schlimm.

Der Garten ist im großen Ganzen sehr formal angelegt und teilt sich in viele verschiedene Bereiche auf.

Fast stilbrechend sind auf einem Teil des Areals große rote Figuren von William Sweetlove verteilt.

 

Da fügt sich Sjer Jacobs „Tuin van de Bruiden“ (Garten der Bräute) unauffälliger, aber auch nicht weniger eindrucksvoll in die Landschaft ein.

Wir sind noch lange in dem Park und bewundern, wie harmonisch sich unterschiedlichste Elemente miteinander verbinden.

Heute noch ein Geisterflughafen

… aber schon bald … vielleicht … oder auch nicht …

Ob wir jemals von hier aus fliegen können, bleibt ungewiss 🤔.

Einige Bereiche sehen allerdings schon richtig fertig aus …

… die Rolltreppen funktionieren,

… der Raucherbereich ist markiert (er ist noch sehr schön sauber, die Kippen liegen an allen möglichen anderen Stellen ☹️),

… und es gibt sogar schon eine Anzeige der Abflüge!

In der Zeit, in der wir dort waren, sind gemäß dieser Information zwei Flugzeuge gestartet. Wir können nur bewundern, wie konsequent hier die Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt wurden – man hört tatsächlich nichts!

Ach ja, die Beleuchtung funktioniert ja auch schon seit diversen Jahren. Da sie sich aber leider wohl nicht ausschalten lässt, haben mittlerweile einige Lampen ihre höchstmögliche Lebensdauer offensichtlich überschritten und müssten ausgetauscht werden. Auch andere Areale der Baustelle sind bereits wieder dem Verfall preisgegeben, Taubenkot und Unkraut haben hier das Terrain erobert.

Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Baustelle zum geplanten Eröffnungstermin im Oktober noch in einen vorzeigbaren Hauptstadtflughafen verwandeln lässt.

Für nächste Woche ist zumindest ein Test mit echten Menschen geplant. Die Hinweisschilder und Abstandsmarkierungen am Eingang zum Abflugbereich sind schon aufgestellt.