Müritz-Havel-Törn Tag 3 – von Diemitz nach Wesenberg

Nachdem wir gestern alle anderen Boote vorlassen mussten, stehen wir heute morgen natürlich an der Pole Position für die Schleuse.

Auch bei den anderen Schleusen, die heute noch auf unserem Weg liegen, geht es ohne extreme Wartezeiten „über die Bühne“.

Heute ist ein relaxter, wenn auch heißer Tag. Wir fahren durch ruhige Gewässer in einer wunderschönen Landschaft. Manchmal haben wir den Eindruck, wir seien im Spreewald, manches erinnert an den Amazonas – wirklich sehr schön!

Wir genießen Sonne und Ruhe, und das Wasser lädt zum Schwimmen ein.

Den Abend und die Nacht verbringen wir in Wesenberg am Woblitzsee, einem gemütlichen kleinen Ort mit einem idyllischen Stadthafen.

Nach dem Essen in einer Pizzeria beschließen wir den Abend, umgeben von schnatternden Enten, an Bord – sehr schön!

… und auch unsere LaberQ fühlt sich an Bord pudelwohl – oder muss man sagen „rinderwohl“?

Müritz-Havel-Törn Tag 2 – Von Rechlin nach Diemitz

Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang gestern abend starten wir in einen neuen sonnigen Tag. Wir fahren durch die enge Müritz-Havel-Wasserstraße zur Schleuse Mirow. Ohne lange Wartezeiten (und ohne größere Probleme 😉) können wir reinfahren, und nach einem Abstecher in den Mirower See mit seinen wunderschönen Bootshäusern geht es weiter in den Zotzensee. Hier gelingt es uns im dritten Anlauf, einen Ankerplatz zu finden, an dem wir frühstücken/brunchen können. Es ist mittlerweile schon nach eins, und wir hatten schon Sorge, dass wir auf diesem Törn verhungern müssen, weil wir weder geöffnete Restaurants noch geeignete Liegeplätze zum gemütlichen Essen finden.

Weiter geht es durch den Vilzsee in den Großen Peetschsee, wo wir uns in die lange Schlange vor der Schleuse Diemitz einreihen. Es ist nicht immer einfach, parallel am Ufer langzufahren und die jeweiligen Poller zu erwischen, an denen man das Boot während des Wartens festmachen kann. Und es geht nur sehr langsam vorwärts.

Und als dann die Schleuse schon in Sicht ist, passiert das Malheur: der Motor lässt sich nicht mehr ausstellen ☹️. Das ist vielleicht besser als umgekehrt, aber uns doch nicht so ganz geheuer. Mehrere Telefonate mit der Chartergesellschaft und dem Versuch der Ferndiagnose bleiben leider erfolglos. Ein Mechaniker wird geschickt. Ralf ist gegen 16.00 Uhr da. Er kennt sich zwar mit unserem Boot und dem Motor nicht speziell aus, ist aber der einzige, der in halbwegs vertretbarer Zeit vor Ort sein konnte. Er dreht zunächst den Dieselhahn zu, damit der Motor ausgeht. Das Problem ist nun, dass er sich nicht wieder starten lässt. Aber nach mehreren Telefonaten mit einem anderen Mechaniker und der Auswertung von Fotos, die per WhatsApp ausgetauscht wurden, ist der Fehler lokalisiert: eine Motorsicherung ist herausgesprungen 🤪. Nun könnte es endlich weitergehen, wenn nicht die Schleuse mittlerweile geschlossen wäre. Aber uns treibt ja nichts, wir liegen hier sehr schön an einer Wiese mit Galloway Rindern, …

… und ganz in der Nähe gibt es ein nettes Restaurant, wo man eben diese Rinder in Form von Steaks auch essen kann. Was will man mehr? Wir haben einen wunderschönen Abend.