Müritz-Havel-Törn Tag 6 – von Großzerlang nach Röbel

Völlig ungeplant sind auch ca. dreiviertel des heutigen Tages von Schleusen und dem Warten vor denselben geprägt. Drei Schleusen mit insgesamt über fünf Stunden Wartezeit prägen den Tagesablauf deutlich. Vor Mirow war die Warteschlange so lang, dass wir zwischendurch an einem privaten Steg festgemacht haben, um nicht ständig hin und her fahren zu müssen. Einem anderen Boot haben wir noch angeboten, mit uns „im Päckchen zu liegen“. Das heißt, sie konnten bei uns andocken. Auch sie hatten keine andere Chance, irgendwo festzumachen.

Aber wir wissen ja, der Weg ist das Ziel, und so muss man das beste daraus machen.

Die Schleuse in Mirow ist die letzte in unserem Urlaub. Wir sind uns nicht so sicher, ob wir das schade finden oder uns darüber freuen sollen. So schlecht ist die Atmosphäre vor den Schleusen gar nicht 😎.

Wir wollen heute nach Röbel, und die Zeit wird nun doch etwas knapp. Die Erfahrung bisher hat gezeigt, dass die Marinas derzeit ziemlich überfüllt sind – und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Also geben wir etwas mehr Gas, sobald das möglich ist.

… und entlang der grünen Tonnen hangeln wir uns auf einem etwas komplizierten Kurs nach Röbel hinein.

Hier gibt es mehrere Marinas, und es gelingt uns, einen guten Liegeplatz zu finden. Der Hafenmeister hat ihn zwar noch nicht richtig freigegeben, aber nun sind wir erst einmal hier, und bis morgen früh wird uns wohl auch keiner mehr vertreiben 😉.

Zum Abendessen finden wir wieder ein nettes Restaurant am Wasser!

Müritz-Havel-Törn Tag 5 – von Neustrelitz nach Großzerlang

Der Morgen ist kühl, und die Duschen öffnen erst um 9.00 Uhr. Wir werfen also die Heizung an, waschen uns an Bord und machen uns gegen 8.00 Uhr auf den Rückweg. Den allergrößten Teil unserer heutigen Route kennen wir bereits, wenn auch aus der anderen Richtung.

Der Morgen ist richtig kalt und gibt uns einen Vorgeschmack auf die nächsten Tage, an denen die Temperaturen nur noch gerade die 20 Grad Marke erreichen werden.

Am Wegrand stehen die Reiher und sind dabei, Ihr Frühstück zu fangen.

Der Tag heute ist geprägt von Schleusen mit den dazugehörigen Wartezeiten, also Entschleunigung pur!

Als erste passieren wir die Schleuse Voßwinkel (mit Selbstbedienung). Hier sind wir zeitig vor Ort, und es dauert nicht lang, bis wir einfahren können. Etwas länger warten müssen wir schon an der Schleuse Wesenberg, und in Strasen schließlich stehen wir drei Stunden. Die Leute von den Booten in der Nähe lernt man in der Zwischenzeit ganz gut kennen, und an der jeweils nächsten Schleuse trifft man sich dann wieder.

Eigentlich hatten wir vor, heute in den Großen Zechliner See und nach Flecken Zechlin zu fahren, aber die lange Wartezeit in Strasen macht diese Pläne zunichte. Stattdessen bleiben wir in Großzerlang in der kleinen Marina „Boot & Mehr“ – eine durchaus gute Wahl. Die Boote liegen zwar fast übereinander, aber die Marina und das dazugehörige Restaurant sind sehr nett und gemütlich – ein guter Platz, um hier den Abend und die Nacht zu verbringen.