8. März – Internationaler Frauentag

In den 70‘er Jahren gab es am 8. März rote Nelken von der SEW (Sozialistische Einheitspartei Westberlin). Dieser Tag war damals ein eher linker Frauenkampftag. Heute sind die Themen Frauenrechte und Gleichberechtigung in der Mitte der Gesellschaft angekommen, nur der rechte Rand hat noch so seine Probleme mit diesen Fragen. In Berlin ist der 8. März sogar ein gesetzlicher Feiertag – vielleicht sollte man im Gegenzug nun endlich einmal den peinlichen Muttertag abschaffen.

Wir nutzen das tolle Wetter zu einem Ausflug in die Nähe von Bestensee, genauer gesagt nach Pätz. Wir wollen hier am Pätzer Hintersee wandern, Komoot schlägt eine angenehme 8 km Runde vor, die zu einem großen Teil direkt am Seeufer entlang führt.

Zunächst geht es aber durch den Wald, der zwar eher langweilig ist (Monokultur, Nadelwald), aber einen wunderbar weichen, moosbedeckten Boden hat.

Unterwegs queren wir eine Pipeline-Trasse. Hier verlaufen offensichtlich mehrere Rohre für Öl und Gas.

Eher zufällig stoßen wir auf riesige Sanddünen, das Naturschutzgebiet Pätzer Kiesgrube, ein faszinierender Anblick! Das Laufen fällt schwer im tiefen Sand, aber man sitzt weich und wenn man die Augen zu macht, kann man glauben an einem Strand zu sein.

Durch den Wald geht es weiter zum Seeufer. Leider verläuft kein Weg daran entlang, wie wir es erwartet haben. Die Tour, die wir uns bei Komoot ausgesucht haben, wurde im Winter gemacht, als der See zugefroren war :-(. Wir kämpfen uns durchs Gestrüpp und gehen querfeldein, bis wir auf einen Weg stoßen, der weiter entfernt vom Ufer verläuft. Zumindest an diesem Ufer reicht der Wald direkt bis an den See, und es gibt nur wenige Stellen, an denen man ans Wasser kommt, die sind dann aber auch besonders schön. Eine von ihnen nutzen wir für ein kleines Picknick.

Weiter geht es auf einem schmalen Weg durch den Wald, am Ende auch vorbei an offenem Gelände, und nach ca. 3 Stunden sind wir wieder am Auto.