… ist geprägt von Migration. Mehr als sieben Millionen Auswander*innen verließen zwischen 1830 und 1974 Deutschland per Schiff von Bremerhaven aus.
Im Deutschen Auswandererhaus (https://www.dah-bremerhaven.de/) kann man ihre Geschichten in sehr lebensecht gestalteten Szenarien hautnah miterleben.



Der Rundgang beginnt an der Pier vor der Bordwand des Auswandererschiffs. Familien stehen hier mit ihrem Gepäck und warten auf die Einschiffung, entsprechende Geräusche werden eingespielt. An vielen Stellen kann man sich über Kopfhörer Informationen und persönliche Geschichten anhören.


Im Biographienportal gibt es Informationen zu vielen einzelnen Auswanderern, man kann ihre Geschichten hören oder lesen.
Dann geht es über die Gangway an Bord.
Man hat das Gefühl, dass das Schiff ein wenig schaukelt – über Geräusche und bewegte Bilder wird dieser Eindruck verstärkt. Durch den Gepäckraum gelangt man in die verschiedenen Unterbringungsdecks. In der dritten Klasse teilen sich bis zu fünf Personen eine Koje. Es ist unvorstellbar, dass unter diesen Umständen doch so viele Menschen die wochenlangen Überfahrten überlebt haben.



In den besseren Klassen geht es schon angenehmer zu.


In den USA angekommen, können die Passagiere der besseren Klassen ihre Einwanderungspapiere an Bord ausfüllen und dann an Land gehen. Die Passagiere der dritten Klasse werden nach Ellis Island gebracht, wo sie einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, bevor sie an Land dürfen. Es gab natürlich nicht nur Auswanderung in die USA, sondern insbesondere auch nach Australien und Südamerika, aber die weitaus meisten Einwander*innen hatten die USA zu verzeichnen.




Es gibt weitere Abteilungen im Einwanderungshaus, die sich mit der Einwanderung nach Deutschland und mit den aktuellen Aspekten globaler Migration beschäftigen.



An allen Stationen gibt es umfangreiches, insbesondere Tonmaterial, dass die Geschichte der Migration persönlich erlebbar macht.
Und natürlich kann man auch vor Ort die Auswandererdatenbanken durchsuchen. Wir stöbern ein wenig – mit allerdings nur mäßigem Erfolg.



Insgesamt ein sehr eindrucksvolles Erlebnis!