Wir erkunden unsere Stadt – Heute Villenkolonie Lichterfelde-West

Die Villenkolonie Lichterfelde-West ist entstanden auf dem Gelände des Gutes Lichterfelde, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem Bauunternehmer Wilhelm Carstenn gekauft wurde. Dieser wollte hier ein Viertel für vornehme Bürger errichten. Die Häuser wurden von namhaften Architekten gestaltet und verschiedenen Epochen und Stilen nachempfunden, seien es die italienische Renaissance, die märkische Backsteingotik oder die von Gustav Lilienthal (Bruder von Otto Lilienthal) errrichteten Bauten im englischen Tudorstil, teilweise sogar mit Burggraben.

Eimisch Haus
Eisenbahnerhäuser
Rother-Stift, ursprünglich als Domizil für bedürftige, unverheiratete Offiziers- und Beamtentöchter errichtet 🙂
Die Häuser von Gustav Lilienthal …

Natürlich gibt es nicht nur die bekannten Häuser, sondern auch die ganz „normalen“ Wohnhäuser in dieser Siedlung. Manche sind schön, …

… andere leider eher ungepflegt.

In diesem Vorgarten steht ein Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. – allerdings so zugewuchert, dass man es nur erahnen kann.

Alles in allem ein interessanter Spaziergang!

8. März – Internationaler Frauentag

In den 70‘er Jahren gab es am 8. März rote Nelken von der SEW (Sozialistische Einheitspartei Westberlin). Dieser Tag war damals ein eher linker Frauenkampftag. Heute sind die Themen Frauenrechte und Gleichberechtigung in der Mitte der Gesellschaft angekommen, nur der rechte Rand hat noch so seine Probleme mit diesen Fragen. In Berlin ist der 8. März sogar ein gesetzlicher Feiertag – vielleicht sollte man im Gegenzug nun endlich einmal den peinlichen Muttertag abschaffen.

Wir nutzen das tolle Wetter zu einem Ausflug in die Nähe von Bestensee, genauer gesagt nach Pätz. Wir wollen hier am Pätzer Hintersee wandern, Komoot schlägt eine angenehme 8 km Runde vor, die zu einem großen Teil direkt am Seeufer entlang führt.

Zunächst geht es aber durch den Wald, der zwar eher langweilig ist (Monokultur, Nadelwald), aber einen wunderbar weichen, moosbedeckten Boden hat.

Unterwegs queren wir eine Pipeline-Trasse. Hier verlaufen offensichtlich mehrere Rohre für Öl und Gas.

Eher zufällig stoßen wir auf riesige Sanddünen, das Naturschutzgebiet Pätzer Kiesgrube, ein faszinierender Anblick! Das Laufen fällt schwer im tiefen Sand, aber man sitzt weich und wenn man die Augen zu macht, kann man glauben an einem Strand zu sein.

Durch den Wald geht es weiter zum Seeufer. Leider verläuft kein Weg daran entlang, wie wir es erwartet haben. Die Tour, die wir uns bei Komoot ausgesucht haben, wurde im Winter gemacht, als der See zugefroren war :-(. Wir kämpfen uns durchs Gestrüpp und gehen querfeldein, bis wir auf einen Weg stoßen, der weiter entfernt vom Ufer verläuft. Zumindest an diesem Ufer reicht der Wald direkt bis an den See, und es gibt nur wenige Stellen, an denen man ans Wasser kommt, die sind dann aber auch besonders schön. Eine von ihnen nutzen wir für ein kleines Picknick.

Weiter geht es auf einem schmalen Weg durch den Wald, am Ende auch vorbei an offenem Gelände, und nach ca. 3 Stunden sind wir wieder am Auto.

Gestern haben wir so getan, als sei alles normal 😷, und …

… haben einen Ausflug nach Schwerin gemacht. Zwar herrscht in der Innenstadt Maskenpflicht, und essen mussten wir draußen, …

… aber sonst war alles perfekt. Schwerin glänzt mit einer schönen Altstadt, mit sehr gut restauriertem Gebäudebestand, …

… mit einer gepflegten Innenstadt, …

… mit viel Wasser, verteilt auf sieben Seen, …

… und natürlich mit dem Schloss, dem Burggraben und dem Schlosspark. Als historisch einmaliges Ensemble gilt es als Kandidat für das UNESCO Welterbe.

Winter 😀😀…

… dieses Mal im Spreewald.

Im Januar waren wir – eher zufällig – schon einmal hier, allerdings bei ziemlich schlechtem Wetter. Wir hatten uns darum vorgenommen, wir kommen wieder, wenn das Wetter besser ist. Und das ist jetzt der Fall, der Schnee liegt noch, und die Sonne taucht die Landschaft zusammen mit den Wolken in ein zauberhaftes Licht.

Wir laufen und fahren durch die verschneite Landschaft …

… finden Spuren, hinterlassen Spuren, …

… beobachten Rehe, …

… und genießen die zauberhafte Stimmung.

Sogar Kormorane gibt es hier. Sie spiegeln sich im Wasser eines der vielen Kanäle.

Heute morgen war alles weiß!

Wer hätte gedacht, dass es in diesem Winter bei uns tatsächlich noch einmal schneit – aber heute früh ist es dann doch der Fall. Fast 10 Zentimeter Neuschnee locken begeisterte „Schneefeger“ aus den Häusern. Hatten sie doch schon den ganzen Winter darauf gewartet, sich endlich einmal wieder körperlich betätigen zu können.

Familien schwärmen aus ins „Weiße“, die Kinder auf den Schlitten im Schlepptau. Die Faulen unter ihnen binden einfach die Schlitten hinten ans Auto ☹.

Da zieht es auch uns hinaus – und wohin? Natürlich nach Jühnsdorf.

Die Rehe kommen in großen Gruppen aus den Wäldern, und auch die Kraniche sind immer noch da (beides leider ohne Foto, weil zu weit weg).

Endlich wieder Vitamin D aufbauen

Nach gefühlt endlosen grauen und trüben Tagen scheint heute endlich einmal wieder die Sonne. Es weht ein kräftiger Wind, der die Wolken vertrieben hat, und Mensch und Tier genießen den blauen Himmel und den Hauch von Wärme, den die Sonnenstrahlen spüren lassen.

Die Enten tummeln sich im Wasser und auf den Eisresten.

Und auch die Krähen haben ihren Spaß auf der spiegelnden, glatten Oberfläche.

Die Pferde haben zwar noch ihre Wintermäntel an, aber auch sie freuen sich an dem schönen Tag.

Die Karower Teiche

Es ist schon sehr hilfreich, wenn man Tipps von guten Bekannten bekommt. Von allein wären wir nie auf die Karower Teiche gekommen, ein Naturschutzgebiet im Nordosten von Berlin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Karower_Teiche

Selbst jetzt im Winter herrscht hier buntes Treiben. Gänse fliegen laut schnatternd von einem Teich zum anderen, Kormorane warten auf Beute und im Baum wacht ein weißer Reiher über die Gegend.

Nur die Rinder haben sich weit außer Reichweite, sogar fast außer Sichtweite verzogen. Und das ist auch gut so, führt doch unser Weg mitten über ihre Weide.

In den Bäumen hängen Adventskränze – Futter für die Tiere?

Manche mögen jetzt sagen: Langsam wird es langweilig 😦 – egal, wo sie sind – es sieht doch alles gleich aus. Aber es ist nicht alles gleich, bei Weitem nicht!

Und uns gefällt es ein jedes Mal aufs Neue. 🙂