In den Purruja Mangroven

Mittlerweile sind wir an der südlichen Pazifikküste von Costa Rica angekommen, im Piedras Blancas Nationalpark.

In einer ca. vierstündigen Bootsfahrt erkunden wir die Mangroven in der Mündung des Rio Coto Colorado. Wir finden neben diversen Seevögeln Krokodile, Fischadler und Totenkopfäffchen.

Und nun noch ein paar Suchbilder mit Leguanen 😊.

In einem rustikalen Restaurant essen wir Fisch mit Bananenbratlingen.

Am Nachmittag gibt es noch eine kurze Wanderung im Refugio Nacional de Fauna Silvestre Golfito.

Und Last not Least unsere gemütliche Terrasse in der Esquinas Rainforest Lodge.

Vom Irazú bis ins Savegre-Tal

Unser erstes Ziel gestern war der Krater des Irazú, der mit 3.432 Metern der höchste Vulkan Costa Ricas ist. Er ist auch noch aktiv, seit 1723 wurden 23 Ausbrüche registriert, der letzte 1994. 1963 spuckte der Berg pünktlich zum Staatsbesuch des damaligen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy Asche, Rauch und Lavageröll 500 hoch in die Luft. Im Moment ist er glücklicherweise ruhig.

Das Laufen in dieser Höhe fällt schon schwer, aber der Weg ist auch nicht so lang. Als wir ankamen, war der Himmel noch klar. Aber schnell zogen Wolken auf, so dass innerhalb von kurzer Zeit die Sicht deutlich eingeschränkt war.

Weiter ging es über Cartago, der alten Hauptstadt Costa Ricas, in Richtung des Cerro de la Muerte, des mit 3.454 höchsten befahrbaren Punktes des Landes und gleichzeitig des höchsten Punktes der Panamericana, die von Feuerland bis Alaska führt.

Der Portrero Cerrado, ein Aussichtspunkt eignete sich gut für ein paar Fotos.

Vor der Passhöhe bogen wir allerdings ab in das Savegre Tal, in dem auch unsere gleichnamige Lodge liegt. Auf einer schmalen, kurvenreichen Straße ging es von über 3.000 Metern wieder hinunter auf 2.200 Meter. Die letzten etwa 4 km legten wir zu Fuss zurück durch dieses wunderschöne, ziemlich schmale Tal, das rechts und links des Rio Savegre liegt.

Unser Hotel liegt etwas oberhalb am Hang. Der Weg dorthin ließ uns schon nach Luft schnappen. Auch in 2.400 Metern Höhe ist die Luft noch deutlich dünner als zu Hause.

… und wer sie schon vermisst hat: unsere Kuh ist natürlich auch mit von der Partie 😜.

Ein Tag zum Relaxen …

… morgens in der Sarapiquis Rainforest Lodge im Garten und am Pool …

… mittags beim Fußball in einem Straßenrestaurant. Im Rahmen der WM spielen Costa Rica und Deutschland gegeneinander. Wir sind gerade rechtzeitig vor Ort, um die beiden Tore mitzuerleben, die Costa Rica schießt 🙃 – ein interessantes Erlebnis! …

… zwischendurch bei einer Obstverkostung (soviel Obst wie hier essen wir sonst kaum im ganzen Jahr) … 

… und dann an unserem heutigen Ziel, der Guayabo Lodge am bis vor kurzem noch aktiven Vulkan Turrialba.

Laguna del Lagarto

Die letzten beiden Nächte haben wir in der Laguna del Lagarto Lodge, immer noch im Norden von Costa Rica, verbracht.

Die Lodge befindet sich mitten im Dschungel, sie bietet etwa 500 Hektar tropischen Regenwald. Ihren Namen verdankt sie der Urwald-Lagune, die das Gebäude fast vollständig umschließt.

Die Lodge selbst ist eher rustikal und einfach, aber dank der fantastischen Lage können wir bereits von der Frühstücksterrasse aus zahlreiche Vögel beobachten, darunter alle drei hier vorkommenden Tucanarten, dazu Papageien, Truthähne, Spechte und andere. Es ist nicht ganz authentisch, sie werden hier gefüttert. Trotzdem können wir uns kaum losreissen.

Nach dem Frühstück geht es auf eine Wanderung durch den doch sehr matschigen Urwald. Man kann sich zwar in der Lodge Gummistiefel leihen, aber wir trauen der Trittfestigkeit nicht. Dafür nehmen wir dann allerdings eingematschete Schuhe und Hosen in Kauf. 

Wir sind rundherum mit Insektenschutz eingesprüht und haben die Instruktion bekommen, während der Wanderung keine Bäume oder Äste anzufassen. Hier gibt es Riesenameisen, deren Biss äußerst schmerzhaft ist und Fieber auslöst, das 24 lang Stunden anhält. Darum heißen sie auch 24 Stunden Ameisen. Wir sehen einige, sie sind tatsächlich riesig.

Winzig, aber sehr farbenfroh sind dagegen die Frösche, die der Guide für uns findet, wie z. B. der Rote Pfeilgiftfrosch oder der Grünschwarze Pfeilgiftfrosch. Wir wussten, dass sie nicht sehr groß sind, aber so klein hatten wir sie uns doch nicht vorgestellt. Der rote ist vielleicht etwas über einen Zentimeter groß.

… und Sonntags macht man einen Bootsausflug

Von Los Chilos aus ging es gestern auf dem Rio Frío bis an die Grenze zu Nicaragua.

Ziel des Ausflugs war „Animal Spotting“, und die Ausbeute war gar nicht schlecht.

Neben Reihern, Anhingas …

… und anderen Vögeln, …

haben wir insbesondere auch Basilisken …

… und Leguane gesehen.

Eine Schildkröte döste in der Hitze, …

… ein Kaiman versteckte sich am Ufer, …

… und Klammer- und Brüllaffen turnten durch die Bäume.

Letztere haben ihrem Namen auch durchaus Ehre gemacht.

Im Schatten des Volcan Arenal

Unsere Reise ist so intensiv (auch zeitlich), dass ich kaum nachkomme mit der Pflege des Blogs.

Gestern (26.11.) haben wir mit zwei Wanderungen die Gegend um den Volcan Arenal erkundet. Laut Wikipedia ist der Arenal der aktivste und zugleich jüngste Vulkan Costa Ricas, sowie einer der aktivsten Vulkane der Welt. Seit 2010 ist er allerdings ruhig.

Am Fuße des Vulkans liegt der Ort La Fortuna, in dem wir übernachten, sowie der größte Binnensee des Landes, der Arenalsee.

Zuerst waren wir im Parque Nacional de Volcan Arenal. Hier gibt es ein sehr überschaubares kleines Netz von Wanderwegen.

Der Weg, den wir gehen, führt an einem mehr als 400 Jahre alten Ceiba-Baum vorbei bis hin zu dem Lavafeld, das bei den Vulkanausbrüchen seit 1968 entstanden ist.

Nachmittags gehen wir noch hinunter zum Arenalsee. Das Highlight auf diesem Weg ist mit Sicherheit die „Ameisenstraße“, auf der Blattschneiderameisen in unendlicher Prozession Blattstücke in ihren Bau tragen.


Wir sehen aber auch ein paar Brüllaffen, …

…, die unvermeidlichen Nasenbären, …

…, und auch die Blicke über den See sind schön.

Würgefeigen, Fumarolen und mehr im Parque Nacional Rincón de la Vieja

Auf bequemen Wegen geht es heute Morgen durch einen Teil des Nationalparks Rincón de la Vieja. Rund um den noch tätigen Vulkan findet man hier diverse Fumarolen.

Die Sonne schickt faszinierende Lichtspiele durch die Baumwipfel, …

… eine Gottesanbeterin genießt die Wärme, …

… und einer der interessanten Schmetterlinge hält für ein Foto auch mal lange genug still.

Hier im Nationalpark sind viele Bäume von Würgefeigen okkupiert, man findet sie in verschiedenen Stadien der „Belagerung“.

Es gibt hier auch Affen, sie sind allerdings etwas fotoscheu und bleiben in sicherer Entfernung.

Über den Gipfeln des Nebelwaldes

Um 8.00 Uhr geht es los, heute steht eine Wanderung über einen Baumwipfelpfad auf dem Plan. Der Skywalk im Sevaturapark verläuft auf einer Länge von ca. 3,5 km in den Gipfeln des Waldes. Wir haben viel Zeit, die unendlich vielen Pflanzen, aus denen der Regenwald besteht, anzuschauen – von der kaum einen Zentimeter großen Orchidee bis zu riesigen Bäumen bilden alle zusammen ein Biotop, das aus der Ferne wie eine einzige wogende grüne Masse aussieht.

Tiere bekommen wir nicht sehr viele zu Gesicht, mal abgesehen von einem Gürteltier und ein paar Nasenbären schon auf dem Parkplatz. Wir halten immer wieder Ausschau nach einem Quetzal, dem auffällig bunten Vogel, der hier ansässig ist – aber leider ohne Erfolg.

Auf der Fahrt zurück ins Hotel fahren wir noch zum Café Colibri am Haupteingang des Monteverde-Reservats. Hier hängen diverse Feeder für Kolibris, die tatsächlich stark frequentiert sind. Es ist immer wieder faszinierend, diese winzigen Vögel beim Trinken zu beobachten.

Das Santa Helena Reservat – Nebelwald zwischen Karibik und Pazifik

Der Rest der Anreise war glücklicherweise problemlos und angenehm.

Nach einer Übernachtung in San José, der Hauptstadt von Costa Rica, sind wir mittlerweile ein ganzes Stück weiter nördlich, in Monteverde. Nebelwald beherrscht hier die Gegend. Er entsteht im Gegensatz zu Regenwald nicht durch direkten Niederschlag, sondern durch Wasser, das aus den Wolken kondensiert, die von den Passatwinden aus der Karibik hierher getragen werden. Wir befinden uns hier im, das sich in Nord-Süd- Richtung durch Costa Rica zieht und die Wasserscheide zwischen der pazifischen und der karibischen Seite bildet.

Die Wanderung im Santa Elena Reservat, mit der wir uns diesen Nebelwald erschließen, ist – zumindest für uns – eine Herausforderung. Der Weg ist voller Wurzeln und sehr uneben, und dazu noch jetzt am Ende der Regenzeit völlig schlammig. Wir laufen etwa dreieinhalb Stunden und lernen in dieser Zeit außer der Bodenbeschaffenheit nichts kennen, weil den Blick keine Sekunde vom Weg wegnehmen kann. Aber eindrucksvoll ist es natürlich zu spüren wie nass alles ist (wir am Ende auch) ohne dass es tatsächlich regnet.