Acadia National Park

Mittlerweile sind wir in den USA, genauer gesagt in Maine. Der Grenzübergang war kein großes Problem – nachdem unsere Pässe nach den richtigen Stempeln und unser RV nach was weiß ich durchsucht waren, konnten wir die Grenze passieren. Wir sind nun im Acadia National Park, einem der kleineren Parks in den USA und dem einzigen im Bundesstaat Maine.

An seinem südwestlichen Ende schaufelt das Meer in einer unendlichen Bewegung Steine und Kiesel an den Strand, arrangiert sie mit jeder Welle neu und baut so einen natürlichen Steinwall auf …… und wenn man genau hinhört, nimmt man auch das Poltern der Steine wahr, wenn sie an den Strand gespült werden.

Sorry, hier sollte ein Filmclip erscheinen, in dem man sehr gut dieses Poltern hören kann – leider ist die Netzabdeckung hier zu instabil, und der Upload bricht immer wieder ab. Ihr müsst mir nun also einfach glauben, dass es so ist 🙂

Bei Ebbe …

… sieht es hier so aus:

Ansonsten war der Tag ziemlich verregnet. Der Rundgang durch St. John, einem recht sehenswerten Städtchen an der Südküste von New Brunswick, mutierte wegen des Regens zu einer Rundfahrt –

– schade, aber nicht zu ändern.

Mittlerweile sind wir in St. Andrews, kurz vor der Grenze zu den USA. Morgen fahren wir nach Maine.

Bay of Fundy

Nach einem morgendlichen Strandspaziergang an der Nordküste von Prince Edward Island

… sind wir mittlerweile an der Bay of Fundy, genauer gesagt im Fundy National Park. Die Bay of Fundy ist bekannt für ihren extrem hohen Tidenhub, normalerweise 12 – 13 Meter zwischen Ebbe und Flut. Es wurden aber auch schon 21 Meter Unterschied gemessen. Einhundertsechzig Milliarden Tonnen Wasser fließen zweimal täglich in die Bay hinein und wieder heraus.

 

An den Hopewell Rocks sieht man eindrucksvoll die Wirkung der Gezeiten.

Die Hummerfanggebiete rücken näher

Shediac hat sich selbst zur Welthummerhauptstadt erklärt und weiß dieses sehr wohl zu vermarkten. Im Sommer muss man Schlange stehen, um sich mit dem Riesenhummer fotografieren zu lassen.

… um diese Jahreszeit ist es entspannter.

Zum Hummeressen fahren wir aber weiter nach Prince Edward Island ins Fisherman’s Wharf – sehr zu empfehlen, auch wenn es ein Touristenlokal ist. Aber auch hier kam uns sicherlich die Vorsaison entgegen.

Und danach die allabendliche Routine: Das Wohnmobil wird an Strom und Wasser angeschlossen. Eigentlich sind wir mit Generator und Wassertank auch autark, aber wenn diese Dinge auf dem Campingplatz im Preis inbegriffen sind, warum sollte man sie nicht nutzen.

Kouchibouguac N.P.

Heute sind wir weit gefahren. Die Küste der Gaspé-Halbinsel bot keine weiteren interessanten Orte, und so haben wir mittags Quebec hinter uns gelassen und sind jetzt in New Brunswick im Kouchibouguac Nationalpark, einem wahren Kleinod an der Ostküste. Über einen Boardwalk sind vorgelagerte Inseln mit fantastischen Sandstränden zu erreichen.

 

Île Bonaventure – un autre jour formidable

Die Île Bonaventure ist Brutgebiet für über 200.000 Seevögel, darunter mehrere 10.000 Basstölpelpaare – wo wir bei unseren Lieblingsvögeln angelangt sind. Wir haben sie auch schon in Neufundland, Schottland und Island gesehen. Hier bei Percé soll sich die zweitgrößte Kolonie der Erde befinden.

Nach einer seeehr schaukeligen Überfahrt und einem eher beschwerlichen Weg quer durch die Insel gelangen wir dann zur Brutkolonie. Wir kommen so dicht an die Vögel heran, dass wir sie fast anfassen können. So nah waren wir ihnen noch nirgendwo!

… und hier sind noch ein paar Filmszenen …

 

Cape Gaspé

Nach einem kurzen Abstecher zum Pointe à la Renommée mit einem alten Leuchtturm …

… haben wir am Cape Gaspé den östlichsten Punkt unserer Reise errreicht. Hier geht der St. Lorenz Strom in den St. Lorenz Golf und in den Atlantik über.  

Auf einer Wanderung zum Cape bekommen wir kleinen Einblick in die heimische Tierwelt:
Wir sehen Wale (genauer gesagt: einen Wal 🙂 ), Kormorane, Trottellummen, fischende Basstölpel und Robben.

Wir begegnen mehreren Stachelschweinen und einem Schneehuhn (bereits in seinem Sommerkleid).
Von Elchen und Bären sehen wir nur Spuren und ihre Hinterlassenschaften, die Tiere selbst leider nicht.

P.S. Auch wenn dieser Beitrag am 27.05. veröffentlicht wurde, spreche ich hier über den 26.05. Die Zeitverschiebung spielt mir da manchmal einen Streich – WordPress benutzt offensichtlich die mitteleuropäische Zeit, die gegenüber der Eastern Standard Time, in der ich mich befinde, sechs Stunden voraus ist. Da wird dann manchmal der falsche Tag angezeigt 😦

Fleuve Saint-Laurent

Etwa ab Rimouski fahren wir nun direkt am St. Lorenz Strom entlang, an seinem Südufer. Er ist hier schon knapp 50 km breit und erweitert sich im weiteren Verlauf auf über 100 km. Man kann das gegenüberliegende Ufer nicht mehr sehen und hat das Gefühl, am Meer zu sein.

Es ist allerdings nicht so einsam, wie wir es uns erhofft hatten. Das Ufer ist gesäumt von mehr oder weniger kleinen Orten, manche davon erinnern an Neufundland. Es gibt sehenswerte Leuchttürme und nette Küstenabschnitte, in Grande Vallée finden wir einen schönen Campingplatz mit Blick auf das Wasser.

600 Kilometer weiter östlich!

Gestern haben wir uns noch heimisch eingerichtet in unserem Wohnmobil. Es ist übrigens nur so groß geraten, weil wir ein Special gebucht hatten, bei dem wir erst am Übergabetag erfahren haben, welches Fahrzeug wir bekommen. Es ist innen sehr komfortabel, jedoch außen schon gewöhnungsbedürftig. Aber selbst Städtetouren funktionieren relativ problemlos.

Vormittags haben wir uns die charmante Altstadt von Québec mit dem berühmten Château Frontenac angeschaut …

… und mittlerweile sind wir im Parc national du Bic, ein paar Kilometer vor Rimouski.

Hier wird es übrigens immer französischer – nicht alle sprechen und verstehen englisch – und es ist an der Zeit, altes Schulwissen hervorzukramen, um sich zu verständigen 🙂