An der Himmelsleiter in Waldsieversdorf

Nein, es ist nicht goldener Herbst in der märkischen Schweiz, sondern der erste Frühlingsmonat. Die Sonne scheint, die Temperaturen liegen bei knapp 5° Cel. Der Große Däbersee ist im Uferbereich noch zugefroren, und die Gänse versuchen sich beim Schlittern über das Eis.

Noch sind auch nicht alle Schäden behoben, die die Februar-Stürme verursacht haben.

Man muss es ausnutzen, …

… wenn in diesen grauen und regnerischen Tagen die Sonne einmal scheint. Und das war am letzten Freitag der Fall.

Wir waren in den Sperenberger Gipsbrüchen ca. dreißig Kilometer südlich von Berlin. (https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzgebiet_Sperenberger_Gipsbr%C3%BCche).
Vom 12. Jahrhundert bis 1958 wurde hier Gips abgebaut und 1867-71 auch die weltweit erste Tiefbohrung durchgeführt, mehr als 1270 m nach unten in die Erde. 1998 wurden die Sperenberger Gipsbrüche unter Naturschutz gestellt, und auf dem „Boden-Geo-Pfad“ (http://www.boden-geo-pfad.de/) kann man sie erkunden.

Wir lassen uns treiben, und genießen Teiche und Landschaft, die hier entstanden sind.

Wie schon auf unseren letzten Spaziergängen begleiten uns auch hier große Gruppen von Graugänsen. Sie kommen aus ihren Winterquartieren auf der iberischen Halbinsel und in Nordafrika und sind auf dem Weg in ihre Brutgebiete im nördlichen Europa.

… und auch unsere Glücksvögel, die Kraniche, fehlen heute nicht.

Zurück im wintergrauen Deutschland

Auch ohne blauen Himmel und wärmende Sonnenstrahlen können Spaziergänge großen Spaß machen, so wie heute am Machnower See.

Enten und Kormorane tummeln sich hier hoffentlich noch lange, denn Biber sind fleißig dabei, den Uferbereich abzuholzen.

Im Wald finden wir Kunst …

… und den alten Eiskeller der Neuen Hakeburg, der jetzt als Quartier für Fledermäuse dient. Die Neue Hakenburg ist ein burgähnliches Herrenhaus hier am Seeufer. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Adelssitz für Dietmar von Hake errichtet und hatte in der Folge viele unterschiedliche Funktionen. Seit 2005 steht sie leer, nun sollen in dem Bau Eigentumswohnungen geschaffen werden.

… und an der Schleuse steht noch ein historischer Straßenbahnwagen.

Das Röhren der Hirsche …

… begleitet uns nachhaltig auf unserem Weg durch den Wildpark Glauer Tal (kann man so leider auf kein Foto bannen 😏).

Die Tiere, die wir zu Gesicht bekommen, scheinen eher relaxed, …

… oder aber sehr aufmerksam.

… und zum Abschluss noch ein Blick in den Himmel

Der Kurzurlaub ist zu Ende, …

… und wir sind wieder zu Hause.

Auf dem Heimweg haben wir noch einen Umweg über Wismar gemacht. Es ist einige Jahre her, seit wir zuletzt hier waren, und die Stadt ist sehr schön geworden. Viele der Häuser sind mittlerweile restauriert und am Stadtbild wird fleißig gearbeitet. Die Aufnahme der alten Hansestadt ins UNESCO Weltkulturerbe ist sicherlich gerechtfertigt.

Das wohl bekannteste Gebäude in Wismar, der “Alte Schwede“
Am alten Hafen

Kreuz und Quer durch‘s Biosphärenreservat

Weil wir uns unterwegs ein paar Mal verlaufen, gerät die geplante Umrundung des Neuenkirchener Sees doch etwas länger als geplant. Dennoch bleibt sie auf der Liste der empfehlenswerten Unternehmungen.

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Und die Kuh freut sich, als wir nach einigen Stunden wieder beim Auto sind 😜.

Stippvisite in Lübeck …

Die Überraschung auf dem Weg nach Lübeck sind Nandus in freier Wildbahn. Wir dachten zunächst, wir sehen Kraniche – aber nein, es sind wirklich Nandus. Deren Ahnen sind vor längerer Zeit aus dem Zoo in Lübeck getürmt, und sie fühlten sich in der Freiheit offensichtlich so wohl, dass sie sich ordentlich vermehrten und sich entschieden, “draußen“ zu bleiben.

Lübeck selbst enttäuscht auf den ersten Blick. Wir waren vor vielen Jahren schon einmal hier, und die Innenstadt hat sich nicht zu ihrem Vorteil entwickelt. Zu viele Kettenläden, die man in jeder Shoppingmall findet, haben sich angesiedelt. Abseits der von vielen Touristen besiedelten Straßen findet man allerdings noch sehr schöne Zeugnisse der alten Hansestadt.

An der Trave

… und am Nachmittag lassen wir uns dann noch in Travemünde den Wind um die Nase wehen.

Hier liegt die Passat, die 1911 als einer der legendären „Flying P-Liner“ vom Stapel gelaufen ist. Bis 1957 fuhr sie unter Segeln um die Welt, 39mal umrundete sie Kap Hoorn, heute ist sie ein Museumsschiff.

Auf der Nordermole beobachten wir die Schiffe, die jetzt am Nachmittag in den Hafen heimkehren.

Und im altehrwürdigen “Fisch & Meer“ bekommen wir ein sehr gutes Abendessen.

Ein Wochenende im Biosphärenreservat Schaalsee

Das Biosphärenreservat Schaalsee liegt zwischen Hamburg, Lübeck und Schwerin im Westen von Mecklenburg-Vorpommern, direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der Schaalsee selbst lag bis 1989 in zwei verschiedenen Staaten, die Grenze führte mittendurch ihn hindurch. Heute liegt er in zwei Bundesländern, der nordöstliche Teil gehört zum Naturpark Lauenburgische Seen in Schleswig-Holstein. Seit 1990 steht das Biosphärenreservat unter Naturschutz und bietet vielen Tieren und Pflanzen einen Rückzugsort.
Wir haben für das Wochenende im Fischhaus in Zarrentin, direkt am See, gebucht.

Auf der Fahrt dorthin schauen wir uns Lauenburg an, dessen Wurzeln bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen. In der Altstadt kann man auf Tafeln an den Häusern deren Geschichte nachlesen.

Nachmittags sind wir dann am Schaalsee, und nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, machen wir einen ersten Rundgang.