Die Karower Teiche

Es ist schon sehr hilfreich, wenn man Tipps von guten Bekannten bekommt. Von allein wären wir nie auf die Karower Teiche gekommen, ein Naturschutzgebiet im Nordosten von Berlin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Karower_Teiche

Selbst jetzt im Winter herrscht hier buntes Treiben. Gänse fliegen laut schnatternd von einem Teich zum anderen, Kormorane warten auf Beute und im Baum wacht ein weißer Reiher über die Gegend.

Nur die Rinder haben sich weit außer Reichweite, sogar fast außer Sichtweite verzogen. Und das ist auch gut so, führt doch unser Weg mitten über ihre Weide.

In den Bäumen hängen Adventskränze – Futter für die Tiere?

Manche mögen jetzt sagen: Langsam wird es langweilig 😦 – egal, wo sie sind – es sieht doch alles gleich aus. Aber es ist nicht alles gleich, bei Weitem nicht!

Und uns gefällt es ein jedes Mal aufs Neue. 🙂

Im Briesetal

Der Wetterbericht droht damit, dass heute der vorerst letzte sonnige Tag sein soll. Wir machen uns daher kurzentschlossen auf den Weg und fahren nach Birkenwerder, nördlich von Berlin. Hier fließt die Briese, ein kleiner Fluss, vielleicht auch ein Bach, der in seinem Tal eine wunderschöne Landschaft geformt hat.

Die Sonne lässt alles in einem zauberhaften Licht erstrahlen und wir genießen den Weg durch Moor und Erlenbruch.

Zunächst geht es ein kleines Stück am Briesesee entlang und dann weiter auf dem Briesetaler Steig rund um ein Feuchtgebiet und auf einem Boardwalk auch quer darüber hinweg.

Weil wir eher spät losgefahren sind, haben wir uns nur für eine kleine Runde entschieden. Schließlich ist heute der kürzeste Tag des Jahres, und die Sonne geht entsprechend früh unter.

Und sogar die Bäume sind festlich geschmückt mit Äpfeln und Mohrrüben, damit auch die Tiere ein schönes Weihnachtsfest haben 🙂

Havelhöhenweg und Schwanenwerder (14.12.)

Die anfängliche Tristesse …

… verwandelt sich dank der Sonne für ein gar nicht so kurzes Zeitfenster in einen strahlenden Wintertag. Da die Bäume netterweise keine Blätter mehr haben, bleibt der Blick auf die Havel unverstellt. Einige wenige Segler sind noch unterwegs – trotz der Windstille. Aber vielleicht üben sie ja Manövrieren bei Flaute – wer weiß?

Auch hier ist es natürlich – wie überall – hilfreich, wenn aussagekräftige Schilder den Weg weisen.

Zum Abschluss der Runde schauen wir uns noch Schwanenwerder an, die kleine Insel der Reichen und Schönen. Ob die Menschen hier tatsächlich schön sind, wissen wir nicht, wir sehen nicht sehr viele. Aber reich sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit. Davon zeugen die Häuser und Grundstücke hier auf der Insel, die 1882 von dem Lampenfabrikanten Wilhelm Wessel gekauft und sich im Laufe der Zeit zu einem Wohnort für wohlhabende Familien entwickelt hat. Wer hier genau wohnt, wissen wir nicht, die meisten Klingelschilder enthalten keine Namen.

 

Magdeburg: Stadtspaziergang und Wasserstraßenkreuz

Zuletzt waren wir in Magdeburg vor 14 Jahren. So sind wir nicht überrascht, dass sich vieles verändert hat.

Dominiert (natürlich) von den vielen Kirchen, allen voran der Dom, ist Magdeburg eine freundliche und offensichtlich lebenswerte Stadt geworden – soweit man das in Zeiten von Covid 19 beurteilen kann.

Alter Markt mit Magdebuerger Reiter
Wallonerkirche

Magdeburg liegt an der Elbe, und auf beiden Seiten des Flusses gibt es schöne Wege. Wir gehen zunächst am westlichen Ufer ein Stück nach Süden bis zur Ernst-Reuter-Allee …

Johanniskirche
Turm des alten Rathauses

… und von dort aus weiter auf der anderen Flussseite.

Blick auf den Dom

Zurück ans westliche Ufer geht es über die alte Hubbrücke. Früher wurde sie abgesenkt, damit Züge über die Elbe fahren konnten, heute ist sie zu einer großen Projektionsfläche für gute Wünsche geworden.

Durch die Hegelstraße mit ihren prachtvollen Bauten gelangen wir weiter Richtung Dom.

Hier in der Staatskanzlei zankt sich gerade die Landesregierung über 0,86 € (Erhöhung der Rundfunkgebühren) und darüber, dass diese hohe Summe es doch sicher wert ist, die Koalition zugunsten der AFD aufs Spiel zu setzen. Es ist nicht zu glauben 😖.

Die Presse wartet auf Ergebnisse, …

… und die Fahrer bewachen die Luxuslimousinen.

Von hier aus sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Dom.

Sehr schön restauriert ist der Domplatz, an dem sich weitere Gebäude der Landesregierung und -verwaltung befinden, unter anderem auch der Sachsen-Anhaltinische Landtag.

Gleich nebenan ist die von Friedensreich Hundertwasser entworfene Grüne Zitadelle.

Am Faunbrunnen essen wir eine Bratwurst. Die Restaurants haben ja alle geschlossen. Aber nach Covid werden wir solche Ausflüge auch wieder in schönen Restaurants abschließen. Da freuen wir uns jetzt schon drauf.

Im Elbauenpark steht der Jahrtausendturm, ein interessantes Bauwerk mit einer nicht minder interessanten Ausstellung.

Aber erstens finden wir den Eingang nicht, und zweitens ist die Ausstellung sowieso geschlossen. Wir laufen einmal am Zaun hin und her und fahren dann durch das endlose Industrie- und Hafengebiet entlang der Elbe nach Rothensee.

Hier, am Wasserstraßenkreuz Magdeburg, kreuzen sich Elbe und Mittellandkanal.

Das Wechseln zwischen beiden Gewässern ist nur durch eine Schleuse möglich oder mithilfe des mehr als 80 Jahre alten Schiffshebewerks. Dieses ist mittlerweile allerdings nur noch für touristische Zwecke in Betrieb bzw. für Sportboote, die nicht in die Schleuse dürfen.

Im Rahmen eines aufwändigen Bauwerkes fließt hier der Mittellandkanal in einer Art Trog über die Elbe. Am Kanal entlang gehen wir auf die Brücke.

Es ist schon ein seltsames Gefühl, vom „Ufer“ eines Kanals auf einen Fluss hinunterzublicken.

Obwohl erst Nachmittag ist, geht die Sonne schon unter und taucht alles in ein weiches, schönes Licht – pure Zweckarchitektur trifft Romantik.


Waren wir eigentlich schon einmal in Altlandsberg?

… haben wir uns kürzlich gefragt. Gestern haben wir es überprüft, und wir sind tatsächlich noch nicht dort gewesen. Dabei liegt es ganz in der Nähe und ist darüber hinaus sehr sehenswert. Die gut restaurierte Altstadt wird von einer noch fast ganz erhaltenen Stadtmauer umschlossen und von dem Berliner und dem Straußberger Torturm bewacht.

 

Das Leben im Storchennest auf dem Straußberger Torturm wird von einer Videokamera festgehalten.

Innerhalb der Stadtmauer findet der ganz normale Alltag statt …

… und außerhalb der Mauern gibt es schöne Spazierwege (die Bezeichnung Wanderwege wäre vielleicht doch etwas vermessen 😉).

Das sehr sehenswerte Schlossgut bewahren wir uns für einen späteren Besuch auf. Der Wind weht zwar nicht sehr kräftig, aber so eisig, dass es trotz Mütze und Handschuhen eher unangenehm ist.

Da gönnen wir uns doch lieber im warmen Auto ein Kontrastprogramm. In der Nähe liegt nämlich die Tesla-Baustelle, ein riesiges Areal, auf dem in kurzer Zeit bereits große Gebäudekomplexe entstanden sind.

 

BER II

Schön geworden ist er ja, der Flughafen Willi Brandt, …

Magic Carpet im Terminal 1
Dädalus – Ikarus – Skulptur aus dem alten Flughafen in Tegel (Otto – Lilienthal – Flughafen)

… aber er kommt momentan etwas nutzlos daher. Dank Corona gibt es nur wenige Starts und Landungen. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so – wer weiß, was passiert wäre, wenn der BER gleich mit voller Auslastung an den Start gegangen wäre 😉…

… und von den paar Leuten, die man außer dem Flughafenpersonal sieht, scheinen die meisten Rentnerinnen und Rentner zu sein, die sich endlich einmal den Hauptstadtairport anschauen wollen – wie wir ja auch 🙂. Abstand halten ist hier kein Thema.

 

 

 

 

 

 

Billig allerdings ist solch eine Besichtigung nicht gerade, zumindest wenn man mit dem Auto anreist.


Wir hoffen trotzdem, dass wir in ein paar Monaten hier mit Koffern stehen und uns auf eine interessante Reise freuen werden (Anreise dann mit dem Taxi oder den Öffis).

Die Heideseen im Biosphärenreservat Spreewald

Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel

Es mag kitschig erscheinen, aber bei unserer Wanderung heute kam mir immer wieder dieses Gedicht in den Kopf.

Umgeben von Kiefern-Traubeneichen-Mischwäldern liegen südlich von Märkisch Buchholz die Heideseen. Zu ihnen gehören der Große Wehringsee, der Schibingsee, der Schwanensee, der Triftsee, der Mittelsee und der Pichersee. Wir umrunden die letzten vier. Die Seen sind relativ klein, mit zehn Hektar ist der Schwanensee der größte und mit einer Tiefe von acht Metern auch gleichzeitig der tiefste.

 

… und an vielen Stellen war es tatsächlich so still, dass man die Blätter leise fallen hören konnte.