24.02. My Son

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Ca. 40 km südwestlich von Hoi An liegt versteckt in einem Tal My Son, eine der bedeutendsten Tempelanlagen der Cham. Die Anlage ist wunderschön und die halb verfallenen und bewachsenen Bauwerke sind einfach malerisch.

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Leider hat auch hier der Vietnamkrieg gewütet, das Tal gehörte zur sogenannten Free Fire Zone, die mit Napalmbomben verwüstet wurde. Mehr als zwei Drittel der ehemals 70 verschiedenen Gebäude wurde zerstört. Einige Bombentrichter kann man heute noch sehen. Aber vorstellen kann man es nicht mehr, wie es hier wohl vor 40 Jahren ausgesehen haben mag.

Zum Ende des Ausflugs nach My Son sehen wir noch eine Darbietung von Cham-Tänzen. Die Tanzfiguren wurden anhand der alten Skulpturen nachgestellt.

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… heute Abend winkt noch ein Kochkurs, wir sind schon sehr gespannt – und morgen fliegen wir dann nach Hanoi.

23.02. Fahrt über den Wolkenpass nach Da Nang und Hoi An

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Der Wolkenpass macht seinem Namen alle Ehre. Er hüllt sich äußerst malerisch in eben diese Wolken ein, als unser Bus die Serpentinen hochfährt.

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Dieser Pass ist Vietnams Wetterscheide – glücklicherweise! In Hue sind wir bei Nieselregen losgefahren, aber schon auf der Passhöhe kommt die Sonne durch, und in Da Nang ist es dann schon richtig warm. Diese Stadt war im Vietnamkrieg amerikanischer Stützpunkt, hier waren ca, 75.000 US-Soldaten stationiert. Bis auf ein paar Hangar-Reste auf dem Flughafen erinnert heute nichts mehr daran.

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Unser Übernachtungsort ist Hoi An, die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und ist wirklich malerisch. Wir erkunden sie im “Fahrrad-Rikscha-Konvoi”.

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Die Kaiserstadt Hue

Die Nacht war kurz. Wir mussten um 5.30 Uhr am Flughafen sein, um 6.40 Uhr sind wir dann nach Hue geflogen. Hier werden wir zwei Tage bleiben.

Am Vormittag fahren wir in die (gar nicht so sehr alte) Kaiserstadt. Sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach dem Muster des Kaiserpalastes in Peking gebaut und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Das Areal ist gestaffelt von mehreren Mauern umgeben, in der Mitte liegt die “Verbotene Stadt”. An diversen Stellen sieht man nur noch Mauerreste, im Vietnamkrieg wurde hier vieles zerstört, und der Aufbau geht nur langsam voran. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird auch das vorhandene Mauerwerk schnell angegriffen, und der ganze Komplex strahlt einen zauberhaften, morbiden Charme aus.

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Bezogen auf den morbiden Charme muss sich das Hue Heritage Hotel, unsere Unterkunft hier, übrigens auch nicht verstecken!

Das Abendessen findet wieder in einem “typischen” vietnamesischen Restaurant statt, das von keiner Reisegruppe versäumt werden darf. Das Essen ist tatsächlich gar nicht schlecht. Dazu gibt es traditionelle Life-Musik, die für europäische Ohren doch eher gewöhnungsbedürftig ist. Erst als die Band “Que Sera” und “Auld Lang Syne” intoniert, taut die Gruppe am Nachbartisch auf und singt kräftig mit.

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Zwei Tage im Mekongdelta – aktualisiert!

Mangroven, schwimmende Märkte, Hausboote und Wassergrundstücke – die Menschen hier leben vom Fluss, mit dem Fluss, auf dem Fluss, am Fluss …

 

 

Auf langen Bootsfahrten erkunden wir das Delta. Die Verkaufsschiffe auf den schwimmenden Märkten haben am Bug lange Stangen, an denen die Waren befestigt sind, die man hier kaufen kann.

 


Zum Shopping braucht man natürlich auch ein Boot :-).

Wir übernachten in Can Tho mit Blick auf den Mekong. Hier, wie überall im Land, spielt sich das Leben auf der Straße ab. Auf dem Nachtmarkt findet man außer T-Shirts, Taschen und Gürteln auch viele kleine Stände mit interessanten Dingen zum Essen.

Thema in der Gruppe ist natürlich auch das vor ein paar Tagen in der Halongbucht gesunkene Hotelschiff. Auch wir planen eine solche Übernachtung. Unser Reiseleiter versichert uns, dass unser Boot selbstverständlich gut überprüft sei – und rein statistisch sind wir ja auch auf der sicheren Seite: dass zwei Boote so kurz hintereinander sinken, ist äußerst unwahrscheinlich!

20.02. – abends: Mittlerweile sind wir zurück in Saigon und haben den Abend auf der Dachterrasse des bekannten Hotel Rex, das während des Vietnamkrieges so eine Art Pressezentrale war, verbracht. Es ist schon ziemlich spät, und wir fliegen morgen sehr früh nach Hue, darum werde ich erst in den nächsten Tagen noch ein paar mehr Fotos nachliefern.

Es lohnt sich also, diesen Blogbeitrag auch später noch einmal anzuschauen.

Thanh pho Ho Chi Minh …

… oder Saigon – wie die meisten Vietnamesen die Stadt immer noch nennen – empfängt uns mit Millionen von Motorrollern, Mopeds oder anderen motorisierten Zweirädern. Gefühlt besitzt jeder der ca. 6 Millionen Einwohner von Saigon mindestens eins davon.

Fast alle fahren mit Helm und Mundschutz, was dem Straßenbild ein durchaus futuristisches, um nicht zu sagen bedrohliches Aussehen gibt.

Aber alles geht ganz friedlich zu. Die Reisegruppe wird zwar bei ihren gemeinsamen Ausflügen sicherheitshalber von Polizisten über die Straße geleitet, aber die individuelle Feuerprobe haben wir auch schon bestanden: Man kommt tatsächlich unbeschadet durch den fließenden Verkehr von einer Straßenseite zur anderen, wenn man ruhig und stetig hinübergeht. Trotz des immens dichten Verkehrs nimmt man sehr viel Rücksicht aufeinander.

Der erste Eindruck ist also positiv: Saigon ist charmant, Saigon ist quirlig, aber nicht hektisch, Saigon ist gleichzeitig kolonial und hypermodern, Altes und Neues gehören gleichermaßen zum Bild.

Und über allem wacht immer noch Onkel Ho.

Hoffen wir einmal, dass er auch das
Stromnetz mit im Auge hat.

Nun fliegen wir also nach Vietnam!

Die Assoziationen zu diesem Land sind immer noch zwiespältig. Die Idee von einem bezaubernden Landstrich in Südostasien mit vielen Orten und Stätten, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören, wird immer wieder tangiert von den Erinnerungen an den Vietnamkrieg. Gehören wir doch schließlich zu der Generation, die in den 70’er Jahren die fatale Entwicklung dieses Krieges tagtäglich in den Medien verfolgen konnte.
Unsere Maschine startet in zwei Stunden – wir sind sehr gespannt.

16.02. Pünktlich mit der Deutschen Bahn – Trotz Alledem!

Da haben wir nun vor zwei Wochen unsere geplante Bahnfahrt nach Frankfurt wegen des möglicherweise drohenden Lokführerstreiks sicherheitshalber um einen Tag vorverlegt, nur um unterwegs festzustellen, dass wir uns auf der „Castor-Strecke“ bewegen. Und kurz vor Erfurt kommt uns der Transport auf seinem Weg von Karlsruhe nach Lubmin in Mecklenburg Vorpommern tatsächlich entgegen. An und auf den Gleisen sind in dieser Gegend aber glücklicherweise keine Demonstranten zu sehen. Wenn nicht soviel Polizei an der Strecke gestanden hätte, wären wir womöglich gar nicht aufmerksam geworden.
So bleibt es nun – wie geplant – ein relaxter Start in den Urlaub.

Pläne 2011

Wie könnten wir die Feiertage genießen, wenn es keine Reise zu planen gäbe?  Smiley

Diesmal geht es in die andere Richtung, nämlich nach Osten. Geplant ist eine Rundreise durch Vietnam, Laos und Kambodscha.