06.10. Auf Pirsch im Bayala Game Park

Um 06.30 Uhr starten wir mit Sam zu einer morgendlichen Pirschfahrt Wir sind nur fünft, die anderen wollen lieber ausschlafen.

 Wir können uns also im Fahrzeug ausbreiten und die Fahrt durch den afrikanischen Busch genießen. Es ist ein grandioses Erlebnis, die Landschaft, die Weite und die Tiere. Wir haben uns auf diesen Urlaub gefreut und viele interessante Erlebnisse erwartet, aber die Realität toppt alles, was wir uns vorher ausgemalt haben.

Sam läßt uns viel Zeit, an manchen Stellen stehen wir 15-20 Minuten und können das Bild und die Ruhe genießen.

Tierbeobachtungen kommen auch nicht zu kurz. Die Ranger, die um diese Zeit unterwegs sind, verständigen sich über Walkie Talkies darüber, wo Tiere zu finden sind. Sie haben den einzelnen Trails Namen gegeben und kennen das Wegesystem wie ihre Westentasche.

 

Sam, unser Fahrer ist seit 25 Jahren hier unterwegs. Er bringt uns ganz nah an eine Löwin mit zwei Jungen heran, und wieder haben wir Gelegenheit, die Szene ganz in Ruhe in uns aufzunehmen.

An einer sicheren Stelle gibt es dann Frühstück- Kaffee und Rusks   – genial!

Gegen 09.30 Uhr sind wir zurück im Resort, und bis zur Nachmitagsfahrt um 15.30 Uhr haben wir Freizeit. Wir waschen Wäsche und hängen sie zum Trocknen in die Bäume vor unseren Hütten. Wir sind zurzeit alleine im Resort und fühlen uns ganz wie zu Hause.

Wir drehen eine Runde im Pool, ansonsten genießen wir Sonne, Ruhe und Wlan 😀.

Um 15.30 Uhr starten wir zur Nachmittagspirsch, wieder mit Sam. Wieder lassen wir durch den Busch schaukeln und genießen die teilweise abenteuerlichen Wege, übet die wir fahren.

Manchmal müssen wir die Köpfe einziehen, weil stachelige Äste in den Weg ragen. Darüber hinaus haben die Elefanten beim Frühstück ganze Arbeit geleistet. Sie neigen dazu, Bäume, die sie kahl gefressen haben, abzureißen und wegzuwerfen. Vier oder fünf mal müssen wir heute Nachmittag umkehren, weil solch ein Baum ums den Weg versperrt.

Auf dem Heimweg zeigt Sam uns noch ein paar Sternbilder. Wir können nun das Sternbild Skorpion und das Kreuz des Südens erkennen.

Eine wunderbare Tour.

 

05.10. Zu Fuß im Busch

Heute müssen wir wieder früh aufstehen. Nach einem kurzen Imbiss mit Kaffee und Muffins geht es wieder in den Busch, dieses Mal aber zu Fuß!

Das ist eine ganz neue Erfahrung, durften wir doch im Krüger Nationalpark die Fahrzeuge nicht verlassen. Wir bleiben im sicheren Bereich, wo sich kein Großwild aufhält. Es also (leider) gar nicht gefährlich. Aber es ist sehr interessant. Wir laufen wieder mit Senzo, und er macht uns auf viele Dinge aufmerksam, die wir sonst nicht wahrgenommen hätten.

Wir lernen, einige Spuren zu lesen, wir lernen Pflanzen kennen, erfahren etwas über Nützlichkeit und Giftigkeit. Was bei Menschen schwerste Durchfälle auslöst, dient Tieren für die Darmgesundheit. Wir erfahren etwas über Mythen und Tales der Buschmänner, und wir sehen ein paar Impalas und hören viele Vögel.

Ein tolles Gefühl, in die aufgehende Sonne hineinzulaufen und ein fantastischer Start in den Tag.

Nach dem Frühstück verlassen wir den Hlane Nationalpark und fahren zurück nach Südafrika.

Das Bayala Game Resort, in dem wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden, ist sehr schön. Die Hütten sind um einen Pool herum angeordnet, und alles macht einen angenehmen und friedlichen Eindruck, auch wenn man in der Nacht schon mal die Löwen brüllen hört.

Am Nachmittag erwartet uns ein weiteres Highlight, nämlich eine Pirsch zu Fluß durch ein Gebiet mit Big Game – Großwild.

Eigentlich werden diese Touren nicht mehr angeboten, weil sie doch recht gefährlich sind. Aber weil wir so eine kleine Gruppe sind, machen sie eine Ausnahme. Wir laufen mit zwei bewaffneten Rangern, Dave und Sam, und wir bekommen genaue Instruktionen.

Wir müssen hintereinander laufen und dürfen keine großen Abstände zum Vordermann zulassen. Wir dürfen nicht sprechen. Wenn wir etwas wollen, sollen wir mit den Fingern schnipsen, und es gibt verschiedene Handzeichen der Ranger, auf die wir umgehend reagieren müssen – spannend.

Es ist wunderbar, so durch den Busch zu laufen, auch wenn Dave und Sam uns tunlichst auf Abstand zu den großen Tieren halten. Als wir kurz vor uns ein Nashorn mit einem Jungen sehen, müssen wir uns sofort zurückziehen, und als hinter uns ein Elefant auftaucht, müssen wir schneller werden. Die Tiere dürfen in uns auf keinen Fall eine Bedrohung sehen. Es bleibt spannend, auch wenn ich mir der tatsächlichen Gefahr meist gar nicht bewußt bin.

 

Zurück am Jeep gibt es eine Runde Bier für alle, und dann geht es wieder heim.

Fast hätte ich ja das großartigste Erlebnis auf der Fahrt zu unserer Wanderung unterschlagen, aber hier sind die Fotos von einer Gepardin (Cheeta) mit ihren zwei Jungen. Atemberaubend!

Das Abendessen verläuft etwas unruhig. Das Restaurant ist nicht besonders groß, und außer uns ist noch eine andere, nicht besonders leise Gruppe vor Ort.