Auch das vermeintlich Tollste ist immer noch zu toppen – Canyons, die sich wie Korkenzieher in die Landschaft gegraben haben!

Immer wieder glauben wir in diesem Urlaub: „Noch schöner, noch toller geht es nicht mehr!“, aber Mutter Natur belehrt uns ein ums andere Mal eines Besseren. Es gibt immer noch etwas faszinierenderes.

Die Antelope Canyons in der Nähe von Page sind ein Beispiel dafür. Wie Korkenzieher drehen sie sich in die Erde ein, die Zugänge sind schmal und unscheinbar – allein würde man sie wahrscheinlich gar nicht finden.

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Ist man aber hinabgestiegen, fühlt man sich in eine Zauberwelt versetzt. Die Formen in diesem rosa Sandstein sind geschwungen und elegant, durch Felsspalten sieht man oben ab und an die Sonne und den Himmel. Der Lower Antelope Canyon ist mein eindeutiger Favorit. Er ist besonders eng, und es erfordert einige Kletterpartien, um die interessanten Stellen zu erreichen.

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Unser Guide hat eine Gitarre dabei. Während wir filmen und fotografieren, macht er Musik. Es hört sich ja total kitschig an – aber es ist grandios! Er hat eine gute Stimme, die Songs sind wunderschön und passen zur Atmosphäre – und die Akustik ist atemberaubend.

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Der Upper Antelope Canyon ist nicht ganz so spektakulär, dafür muss man aber, um ihn zu erreichen, ca. 15 Minuten durch ein ausgewaschenes Flussbett fahren. Selbstverständlich hätte unser geländegängiges RV auch das geschafft :-), aber leider darf man mit dem eigenen Fahrzeug nicht dorthin.

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Es ist schon verrückt, was die Natur alles zustande bringt!

Nach der Erhabenheit des Arches National Parks und des Monument Valleys präsentiert sich der Bryce Canyon fast filigran und verspielt. Seine hellen, zierlichen Türmchen erinnern an Disneyland und Cinderellas Schloss.

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Es ist durchaus faszinierend, aber die Eindrücke müssen hart „erwandert“ werden:

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Da hat man sich das abendliche Relaxen am Pool wohl verdient!

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The Valley of the Gods

Nach dem Glauben der Navajos sind die Felsen im Valley of the Gods in Stein gemeißelte Navajo-Krieger, deren Kraft und Stärke die jungen Navajos beschützen.

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Nicht weit vom Monument Valley entfernt finden wir hier weitere Felsformationen, die uns durch ihre Größe und den Hauch von Ewigkeit, den sie vermitteln,  zutiefst beeindrucken.

… und die „Straße“ durch das Valley of the Gods (17 Meilen Schotterpiste) ist noch ein weiterer harter Test der Geländegängigkeit unseres Motorhomes!

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07.05. Auf den Spuren von John Wayne

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Das Monument Valley war die Filmkulisse für die klassischen Western der 40’er und 50’er Jahre. Auch wenn einem heutzutage eher die modernen „Lonesome Rider“ begegnen, fasziniert das Panorama immer noch.

Die Piste, auf der man durch das Tal fährt, ist zwar eher für Pferde geeignet oder allenfalls für die Pick-Ups, mit denen die Navajos Touren anbieten – aber unser RV ist ja durchaus geländegängig.

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06.05. Canyonlands National Park

Noch ein Nationalpark mit interessanten geologischen Formen (manche erinnern an Verpackungsskulpturen von Christo, andere an die Akropolis und wieder andere an schottische Trutzburgen) …

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… ein toller Platz zum Übernachten …

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… und eine schöne Wanderung über sog. Slickstones mit atemberaubenden Blicken in die Canyons!

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05.05. Arches National Park – das achte Weltwunder …

… wäre er bestimmt, wenn er damals schon in der alten Welt bekannt gewesen wäre. Wir erleben hier in atemberaubender Weise, was Erosion im Laufe von Jahrmillionen zu leisten im Stande ist. Wir sind tatsächlich ergriffen und voller Ehrfurcht vor der Großartigkeit dieser Landschaft. Worte und Fotos können dies auch nicht nur annähernd vermitteln!

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Dafür nimmt man auch gern einmal die ein oder andere Kletterpartie in Kauf!

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04.05. Mesa Verde National Park

Hier haben zwischen dem 7. und dem 13. Jahrhundert Pueblo-Indiander ihre Häuser in den Fels gebaut.

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Es ist sehr eindrucksvoll, aber die damaligen Bewohner haben sich so gut gegen Eindringlinge geschützt, dass auch noch heute die Besichtigungen der Wohnstätten nur mit einiger Mühe möglich ist. Höhenangst sollte man nicht haben, und auch Platzangst ist eher hinderlich. Um die Reste der Wohnhäuser zu erreichen, muss man über hohe Leitern klettern, sich durch schmale Felsspalten winden und durch enge Gänge kriechen.

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Aber es lohnt sich, und Ranger Jo gelingt es fantastisch, uns die damalige Zeit mit Geschichten ihres indianischen Großvaters lebendig nahezubringen.

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… und dann über den Million Dollar Highway nach Süden.

Eine wirklich überwältigende Strecke – und das nicht, weil angeblich beim Bau dieser Straße am Ende des 19. Jahrhunderts goldhaltiges Erz verwendet wurde! Überwältigend ist diese Route von Leadville über Ouray und Silverton (beide übrigens nette, pittoreske Gebirgsstädtchen) nach Durango wegen der grandiosen Bergstraße. Von Ouray bis hinter Silverton bewegen wir uns auch einer Höhe zwischen 2500 m und fast 4000 m über dem Meeresspiegel.

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Wir überqueren diverse Pässe, einer schöner als der andere. Hier herrscht noch tiefster Winter, am Coal Bank Pass liegt der Schnee zwei Meter hoch.

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Mittlerweile sind wir allerdings am Mesa Verde National Park angelangt und genießen die Strahlen der untergehenden Abendsonne.

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03.05. – Der erste Canyon!

Gestern haben wir uns ein wenig in den Bergen umgeschaut. Der Independance Pass ist tatsächlich noch gesperrt – wir haben es kontrolliert 🙂

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Und heute „machen“ wir unseren ersten Canyon. Der Black Canyon of the Gunnison gehört zwar eher zu den unspektakulären, aber wir sind schon gehörig beeindruckt.

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On the Top of the Rockies

Die erste Nacht in unserem RV haben wir hoch oben in den Rockies verbracht, in Leadville, der mit über 3000 m höchst gelegenen Ortschaft in den USA. Die Landschaft ist grandios, aber wenn man nicht vereinzelt Atembeschwerden hätte, käme man nicht darauf, dass man sich in solcher Höhe befindet. Die Vegetation ist vergleichbar mit der in den Alpen bei 1000 m.

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Leider konnten wir uns den Übernachtungsplatz nicht aussuchen, sondern mussten auf einem kommerziellen Campingplatz in Leadville übernachten. Es wird hier nachts noch sehr kalt, mit einigen „Minusgraden“ und wir hatten Sorge, dass uns das Wasser einfriert, wenn wir nicht die Heizung laufen lassen – und das geht nur mit einem externen Stromanschluss, wenn wir nicht die ganze Nacht den Motor laufen lassen wollen.  Es hat aber alles gut funktioniert, und im Moment (6.00 Uhr morgens Ortszeit) nähern sich die Temperaturen schon langsam wieder der Null-Grad-Marke.

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